Symposium „Patientendialog 2018“ am Ortenau Klinikum

 

Das Ortenau Klinikum ist Gastgeber des am 18. Oktober 2018 bundesweit erstmalig ausgerichteten Symposiums Patientendialog.

 

Gemeinsam mit dem Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (www.BPiK.de) und dem Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen e. V. (www.BBfG-ev.de) wird ein überregionales Forum geschaffen, bei dem Patientenfürsprecher, Beschwerdemanager sowie auch Klinikärzte und Pflegekräfte mit Leitungsaufgaben aus dem gesamten Bundesgebiet in Dialog treten, um ihre Herausforderungen in Gesundheitseinrichtungen zu diskutieren. Darüber hinaus soll ein wichtiges Zeichen gesetzt werden für die Wertschätzung der Arbeit von Patientenfürsprechern und Beschwerdemanagern.

 

Patienten- und Werteorientierung – der Award „Patientendialog“

Aus Anlass des Symposiums erhält das Ortenau Klinikum eine Sonderwürdigung für seinen beispielhaft gelebten Patientendialog. Diese „Sonderwürdigung Patientendialog“ ist unabhängig der Bewerbung zur ebenfalls erstmaligen Auszeichnung „Award Patientendialog“. Der „Award Patientendialog“ wird im November 2018 anlässlich der Fachtagung des BPiK auf dem 41. Deutschen Krankenhaustag in Düsseldorf verliehen (medica). Teilnehmen am „Award Patientendialog“ und sich bewerben kann jedes Klinikum, das den Patientendialog lebt und dieses in seiner Bewerbung belegt (weitere Details s.u.).

 

Gastgeber Ortenau Klinikum

Patienten- und Werteorientierung sind ein wichtiger Bestandteil des umfassenden Dialogs zwischen dem Ortenau Klinikum und seinen Patienten. Zum einen hat der Klinikverbund an allen seinen Standorten ein vorbildliches Beschwerdemanagement installiert. Zum anderen gibt es mit Frau Ingrid Fuchs eine außerordentlich engagierte Patientenfürsprecherin, die Mitglied im Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e. V. (BPiK) ist und für ihre Fachkenntnis bundesweit hohe Anerkennung genießt. Hinzu kommen die erfolgreichen Veranstaltungsreihen der Gesundheitsakademie Ortenau, die das sogenannte Patient-Empowerment zum Ziel haben – die Aufklärung der Patienten rund um die Themen Gesundheit und Medizin.

 

Bundesverbände

Der Bundesverband Beschwerdemanagement für Gesundheitseinrichtungen (BBfG) und der Bundesverband Patientenfürsprecher in Krankenhäusern (BPiK) verfügen als die wichtigsten bundesweiten Vertretungen für Patienten und Patientenrechte über eine einzigartige Stellung im Gesundheitsmarkt. Sie sind deshalb geeignete Partner für das Symposium Patientendialog 2018.

 

 

 

Hintergrund-Informationen: Award und Symposium Patientendialog

 

Das Ortenau Klinikum ist Gastgeber des am 18. Oktober 2018 erstmals stattfindenden „Symposium Patientendialog“, eine Fortbildungsveranstaltung für Patientenfürsprecher, Beschwerdemanager sowie auch für Klinikärzte und Pflegekräfte mit Leitungsaufgaben, die für ihre Teilnahme entsprechende Fortbildungspunkte erhalten. Zu diesem Anlass erhält das Ortenau Klinikum eine Sonderwürdigung für seinen beispielhaft gelebten Patientendialog. Diese „Sonderwürdigung Patientendialog“ ist unabhängig einer Bewerbung zur ebenfalls erstmaligen Auszeichnung „Award Patientendialog“ im November 2018 anlässlich der Fachtagung des BPiK, die im November 2018 im Rahmen des 41. Deutschen Krankenhaustages in Düsseldorf stattfindet. Teilnehmen am „Award Patientendialog“ und sich bewerben kann jedes Klinikum, das den Patientendialog lebt und dieses in seiner Bewerbung belegt. Die Bewerbungsphase beginnt am 9. April 2018 und endet am 15. Juni 2018. Eingegangene Bewerbungen werden bewertet von einer hochkarätigen Jury aus Vertretern des Bundesministeriums für Gesundheit, von Verbänden aus dem Klinikbereich und von Krankenkassen, von einem Medizinethiker und weiteren Experten aus dem Gesundheitsbereich. Geehrt werden insgesamt drei Krankenhäuser, die den relevanten und transparenten Kriterien am vorbildlichsten entsprechen, die festgestellten Stärken des jeweiligen Patientendialogs werden dabei betont und Empfehlungen für weitere Optimierungen akzentuiert. Vertreter der Krankenhäuser, die am „Award Patientendialog“ teilnehmen, werden zur Fachtagung des BPiK eingeladen, die zu ehrenden Krankenhäuser werden erst zu diesem Anlass benannt.

 

Definition Patientendialog:

Wesentlicher Kern des Patientendialogs ist das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. In einem Krankenhaus ist das Vertrauensverhältnis zwischen Pflegekraft und Patient gleichermaßen Teil dieses Patientendialogs. Beide Vertrauensverhältnisse, nämlich zwischen Arzt und Patient sowie zwischen Pflegekraft und Patient, müssen optimal aufeinander abgestimmt sein und zum Wohle des Patienten ein Ganzes bilden. Ist dieses medizinisch-pflegerische Vertrauensverhältnis mit dem Patienten aus irgendeinem Grunde gestört und kann nicht durch den Arzt oder die Pflegekraft „geheilt“ werden, so kommen die Patientenfürsprache und das Beschwerdemanagement zur Wirkung, die damit ebenfalls Teil des Patientendialogs werden. Solche „Störungen“ werden durch das Beschwerdemanagement im Rahmen strukturierter Feedbacks mit dem Ziel aufgearbeitet, den Patientendialog zu verbessern. Darüber hinaus sollte ein Klinikum über eine professionelle, werte- und patientenorientierte Gesundheitskommunikation verfügen, dessen Zweck es ist, Patienten, Angehörige und interessierte Öffentlichkeit umfassend über alle relevanten Aspekte rund um ein Klinikum zu informieren und dazu gezielt relevante Interessengruppen und Multiplikatoren mit einbinden.

 

Kriterien „Award Patientendialog:

1. Unabhängige Patientenfürsprache

  • Patientenfürsprache wird professionell und regelgeleitet durchgeführt; dazu gehört die systematische Erfassung von Beschwerdefällen, die Berichterstattung und Reflektion im Klinikum mit der Klinikleitung sowie mit dem Qualitäts-/Beschwerdemanagement und in weiterer Folge (in Verantwortung der Klinikleitung) mit Klinikärzten und leitenden Pflegekräften als Feedback (to whom it may concern), um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess anzustoßen
  • Unterstützung durch die Klinikleitung: eigenes, geeignet ausgestattetes Büro
  • Patienten werden über die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit der Patientenfürsprache und über Patientenrechte informiert, z. B. mittels Flyer, eigene Website, …, insbesondere auch dadurch, dass alle Mitarbeiter im patientennahen Bereichen über die Möglichkeit der Patientenfürsprache informiert sind den Patienten entsprechend Auskunft geben können
  • Unternehmenskommunikation informiert gemeinsam mit der Patientenfürsprache die Öffentlichkeit über Aktivitäten der Patientenfürsprache, über z. B. Anzahl von Patientengesprächen im laufenden Jahr, über anonymisierte Beispiele von Beschwerden sowie über Ergebnisse der Patientenfürsprache sowie über die damit grundsätzlichen Patientenrechte mittels Pressemitteilungen, mit Beiträgen in der Patientenzeitschrift und im Rahmen von Vorträgen

 

2. Beschwerdemanagement

  • Aktives Beschwerdemanagement – interne Optimierungsprozesse auf Basis von Erkenntnissen aus den Beschwerden/Feedbacks von Patienten im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  • Kollegiale und professionelle Zusammenarbeit des Beschwerdemanagements mit der Patientenfürsprache
  • Interne und idealerweise auch externe Veröffentlichung von Ergebnissen einschließlich kritischer Aspekte sowie daraus abgeleiteter Zielsetzungen und Darstellung von Verbesserungen

 

3. Zufriedenheitsmessungen

  • Regelmäßige Patienten-Zufriedenheitsmessungen als weitere, valide Grundlage für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess
  • Idealerweise 360 Grad: einschließlich Mitarbeiter und Zuweiser für einen umfassenden, miteinander bedingenden Blick auf die drei kommunikativ vernetzten Dialog-Gruppen

 

4. Zusammenarbeit mit Selbsthilfegruppen

  • Selbsthilfegruppen sind sich selbst organisierende Gruppen von Betroffenen und deren Angehörigen; sie sind als wesentliche Säule unseres Gesundheitssystems anerkannt; wichtiges Element ihrer Arbeit ist der Erfahrungsaustausch sowie die gegenseitige sachliche und emotionale Unterstützung; hinzu kommen die Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit sowie die politische Interessenvertretung
  • Relevante Kriterien: Selbsthilfegruppen werden in die Öffentlichkeitsarbeit (Veranstaltungen, Patientenzeitschrift, Fortbildungen, …) als Partner mit eingebunden; auf den Internetseiten des Klinikums wird über diese informiert und es gibt einen Ansprechpartner für die Selbsthilfegruppen

 

5. Patienten- und werteorientierte Gesundheitskommunikation

a) Internetseiten – patientenrelevante Informationen über Fachkliniken und deren Leistungsspektrum, barrierefreie Zugänglichkeit; ergänzende Hintergrundinformationen zu Krankheitsbildern, Diagnosen und Therapien; nach Möglichkeit sollten Kliniken die Möglichkeit seriöser Website-Zertifizierungen nutzen, um die Patientenfreundlichkeit ihrer Website zu belegen und beständig zu erweitern. Auch im Bereich der digitalen Medien muss der Patient im Mittelpunkt aller Bemühungen stehen.

b) Aktive Pressearbeit – mit Informationen über Fachkliniken und deren Leistungsspektrum

c) Vortragsreihen – regelmäßige Vorträge für Patienten, Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit über Erkrankungen, Diagnose und Therapien sowie über Prävention und Komplementärmedizin, in denen Chef- und Oberärzte auch ihre Fachklinik und das Leistungsspektrum vorstellen; dazu gehören eine aktive Pressearbeit und Bewerbung der einzelnen Vorträge (z. B.: Pressearbeit, Anzeigen, Auslage von Veranstaltungsflyer in den Kliniken, Arztpraxen und Apotheken, …) sowie eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit, z. B. die aktive Einbindung von Selbsthilfegruppen, Niedergelassenen sowie weiterer Multiplikatoren wie Klinik-Fördervereine, Volkshochschulen als Bildungspartner sowie z. B. Bürgermeister als Schirmherren; ggf. Teilnahme an der www.Patientenhochschule.de, die Patient-Empowerment fördert mit einem strukturierten und verbindlichen Vorlesungscurriculum, das auch Themen rund um Patientenrechte beinhaltet

d) Patientenzeitschrift – diese soll werte- und patientenorientiert aufgebaut sein; im Fokus stehen Reportagen über Erkrankungen, Diagnose-, Therapie- und Präventionsmöglichkeiten; es kommen Klinikärzte und auch konkrete oder anonymisierte Patienten zu Wort; dazu gibt es Interviews mit Vertretern Medizinischer Fachgesellschaften sowie mit Selbsthilfegruppen, damit Betroffene Kontakt aufnehmen können; ergänzend werden Termine über Vortrags- und Informationsveranstaltungen sowie Kontaktdaten zu den Fachkliniken und den Notaufnahmen bzw. Notfallpraxen aufgelistet

e) Flyer und Broschüren – Informationen und Kontaktdaten zum Mitnehmen über das Leistungsspektrum der Fachkliniken

 

Weitere Details zur Einreichung und den formalen Anforderungen werden in Kürze an dieser Stelle bekannt gegeben.