Krankenhausverbund Clinotel vereint leistungsstarke Kliniken

Abkupfern für bessere Behandlungsqualität: Der Krankenhausverbund Clinotel verspricht, leistungsstarke Kliniken noch leistungsfähiger zu machen. 50 Häuser haben sich dem Verbund bereits angeschlossen – Tendenz steigend. Saluway berichtet, welche Ansprüche der Verbund hat, was Kliniken sich davon versprechen und welchen Nutzen auch Patienten daraus ziehen können.

Margarete Conradi, Clinotel-Bereichsleiterin Kommunikation und interne Organisation. © Clinotel

Margarete Conradi, Clinotel-Bereichsleiterin Kommunikation und interne Organisation. © Clinotel

“Wir sind kein Auffangbecken”

„Von den Besten lernen, zu den Besten gehören“, lautet der unbescheidene Leitspruch des Klinikverbunds. „Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch an uns und die Kliniken“, betont Margarete Conradi, Clinotel-Bereichsleiterin Kommunikation und interne Organisation, die hohe Messlatte. Aufgenommen würden nur Einrichtungen, die gutes Potenzial mitbrächten und ebenso wirtschaftlich wie überlebensfähig seien. „Wir sind kein Auffangbecken für Häuser, die kurz vor dem Abgrund stehen“, stellt Conradi klar.

Clinotel ist ein 1999 gegründeter, trägerübergreifender Krankenhausverbund. Er vereint unter seinem Dach rund 50 öffentliche und freigemeinnützige Häuser, die nicht in Konkurrenz zueinander stehen und höchsten Qualitätsansprüchen gerecht werden. Ziel ist es, Krankenhäusern die Vorteile eines Verbunds zu bieten, ohne ihnen die Autonomie zu nehmen.

Von den Stärken anderer profitieren

Eines der jüngsten Clinotel-Mitglieder ist das Ortenau Klinikum. „Im Vergleich und im Austausch mit anderen Kliniken liegen die wesentlichen Chancen für eine kontinuierliche Qualitätssteigerung“, begründet Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums, warum er gern seine Kompetenzen aus den neun Klinikstandorten einbringt. Er hofft, von den Stärken der anderen Mitgliedskliniken zu profitieren. „So können wir nachhaltig die Zukunftsfähigkeit unserer Kliniken prüfen und – wo möglich – verbessern“, sagt Keller.

Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums. ©Ortenau Klinikum

Christian Keller, Geschäftsführer des Ortenau Klinikums. © Ortenau Klinikum

Eine Aufnahme in den Verbund ist keine Selbstverständlichkeit. „Wir wollen bei der Auswahl neuer Mitglieder sicherstellen, dass die vorhandenen Häuser im Verbund profitieren. Kliniken, die sich dem Verbund anschließen wollen, müssten bereit sein, ihre Qualitätsergebnisse zu veröffentlichen und diese konsequent zu verbessern. Damit umzugehen ist eine Herausforderung“, räumt Conradi ein und verweist auf einen öffentlich einsehbaren Qualitätsvergleich, der auch Patienten eine Orientierungshilfe sein kann. Auf der Clinotel-Homepage können Kliniken über die Rubrik „Qualitätsergebnisse“ ihre Werte zu einzelnen Krankheitsbildern mit denen anderer Mitgliedshäuser vergleichen. Die Übersicht ist auch für Patienten sichtbar.

Patientennutzen dank ständiger Verbesserung

Ein weiterer Patientennutzen ergibt sich Conradi zufolge aus der hohen Behandlungsqualität dank ständiger Verbesserungsprozesse. Clinotel führt umfassende Patientenbefragungen durch, die zeitnah Ergebnisse zur Zufriedenheit der Patienten mit ihrer Behandlung liefern. Weil die Ergebnisse schnell verfügbar sind, können Krankenhäuser direkt reagieren. Darüber hinaus bietet Clinotel seinen Mitgliedern immer wieder Audits an. Sowohl Clinotels eigene Auditoren als auch Fachexperten aus anderen Mitgliedshäusern beraten je nach Bedarf zu verschiedenen Themen. „Es findet ein ständiger Austausch statt“, sagt Conradi, „das merken die Patienten in guter Behandlung“.

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Frauke Sievers
Chefredakteurin
Jahrgang 1983, geboren in Lehrte. Studium der Politikwissenschaften und der Germanistischen Sprachwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Freie Journalistin u. a. für die Leipziger Volkszeitung und die Deutsche Presseagentur. Redakteurin bei der Leipziger Volkszeitung