Zum Wohl der Patienten

Ingrid Fuchs war über 40 Jahre in der Pflege tätig, bevor sie 2013 das Amt der Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach übernommen hat. Im Interview berichtet sie von ihren Erfahrungen als Bindeglied zwischen Patient und Pflegepersonal.

Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin

Ingrid Fuchs, Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach, im Beratungsgespräch.

Seit wann sind Sie Patientenfürsprecherin am Ortenau Klinikum?

Ingrid Fuchs: Das Ortenau Klinikum Offenburg-Gengenbach hat das Angebot der Patientenfürsprache bereits kurz nach Inkrafttreten des Patientenrechtegesetzes im Jahr 2013 eingeführt. Seitdem nehme ich diese verantwortungsvolle Aufgabe wahr.

Was waren Ihre Beweggründe, dieses Amt zu übernehmen?

Ingrid Fuchs: Nach einer über 40-jährigen Tätigkeit in der Pflege und als Pflegedienstleiterin möchte ich als Bindeglied zwischen den Patienten sowie der Klinik und ihren Beschäftigten meine Erfahrungen in diese Aufgabe einbringen. Es freut mich, auch weiterhin zum Wohl der Patientinnen und Patienten tätig sein zu können.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher gesammelt?

Ingrid Fuchs: Meine Erfahrungen sind durchweg positiv. Das Angebot der Patientenfürsprache wird sehr gut angenommen. Im vergangenen Jahr bin ich mit über 1.000 Patientinnen und Patienten ins Gespräch gekommen. Dabei verstehe ich mich als aufmerksame und vertrauensvolle Zuhörerin, die eventuelle Missverständnisse oder Konflikte bereits im Vorfeld entschärft. Patienten und Angehörige wie übrigens auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für diese Art der schnellen, unbürokratischen und vor allem persönlichen Unterstützung sehr dankbar.

Der Tag des Patienten am 26. Januar 2017 steht ganz im Zeichen der Patientenrechte – welchen Stellenwert hat dieser Tag aus Ihrer Sicht?

Ingrid Fuchs: Ich begrüße die Initiative des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. sehr. Auch wenn unser Angebot positiv aufgenommen wird, zeigt sich oftmals, dass viele Patienten ihre Rechte nicht kennen oder nicht wissen, dass es an manchen Häusern Ansprechpartner für die Belange der Patienten, wie auch für Lob und Kritik gibt. Ein Aktionstag schafft hier zusätzliche Aufmerksamkeit.

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Frank Fischer
Redakteur