Krankenhäuser weisen Tötungsvorwürfe zurück

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft weist jüngst aufgestellte Tötungsvorwürfe entschieden zurück. Zu den Vorwürfen eines Psychiaters, dass jährlich bis zu 21.000 Patienten in deutschen Krankenhäusern und Heimen getötet würden, erklärt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Reumann: “Dies ist eine unverantwortliche Behauptung, die als völlig unseriös zurückzuweisen ist. Selbst der Autor rudert mittlerweile zurück. In einem Beitrag der “Welt am Sonntag” stellt er in Frage, ob seine Befragung von den Teilnehmern richtig verstanden wurde. Seine “empirische Schätzung” unterscheidet offensichtlich nicht zwischen der Begleitung von Sterbenden und Töten. Der palliativmedizinische Ansatz wird hier diskreditiert. Besser als jetzt zu zweifeln, wäre es gewesen, ganz auf ein solch unwissenschaftliches Pamphlet zu verzichten.”

Bild: Die Deutsche Krankenhausgeslleschaft weist Tötungsvorwürfe entschieden zurück. © sudok1 / Fotolia

Die Deutsche Krankenhausgeslleschaft weist Tötungsvorwürfe entschieden zurück. © sudok1 / Fotolia

Hintergrund der Tötungsvorwürfe

Natürlich gäbe es wirtschaftlichen Druck im Krankenhaus allerdings gingen die Krankenhäuser und die Ärzte und Pflegekräfte  professionell und verantwortungsvoll damit um, so die DKG. “Die Tötungsbehauptung aufgrund wirtschaftlichen Drucks ist eine unverantwortliche Effekthascherei mit gezieltem Schlechtreden zum Verkauf des eigenen Buches auf Kosten von Pflegekräften. Ausgerechnet eine Berufsgruppe wird so unter Generalverdacht gestellt, die sich durch Empathie und die Sorge um das Wohlergehen kranker Menschen jeden Tag verdient macht. Die Mitarbeiter in deutschen Krankenhäusern leisten rund um die Uhr großartige Arbeit – an 24 Stunden täglich/7 Tage die Woche”, beklagt Reumann schließlich.

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Felix Gimm
Volontär
Jahrgang 1988, geboren in Eberbach. Studium der Politikwissenschaft an den Universitäten Jena, Thessaloniki (GR) und Marburg.