G20-Gipfel: Deutschland treibt die globale Gesundheit voran

Während der G20-Gipfel von Krawallen und Unruhen überschattet wurde, einigten sich die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer sowie der Europäischen Union (G20) auf eine enge Zusammenarbeit in Sachen Gesundheit. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach sollen die Rolle der Weltgesundheitsorganisation WHO gestärkt, die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln vorangetrieben und Antibiotika-Resistenzen gemeinsam bekämpft werden.

Familienfoto G20-Gipfel© Bundesregierung/Name des Fotografen

Gruppenfoto der Staats- und Regierungschefs auf dem G20-Gipfel © Bundesregierung/Steins

“Große Ausbrüche von Infektionskrankheiten und andere Gesundheitsgefahren, wie etwa Antibiotikaresistenzen, überschreiten nationale Grenzen und nationale Interessen. Die Verwundbarkeit jedes einzelnen wird dadurch zur Verwundbarkeit von uns allen”, mahnte der Generalsekretär der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, während der Veranstaltung.

Die Rolle der WHO stärken

Die Staatsmänner einigten sich deshalb darauf, die Rolle der Weltgesundheitsorganisation zu stärken. Dazu gehöre auch, die Umsetzung der bereits eingeleiteten Reformen zu stützen und die WHO mit entsprechenden Finanzen auszustatten. Konkrete Zahlen wurden allerdings nicht genannt. Gleichzeitig fordern die Regierungschefs der Länder die Vereinten Nationen dazu auf, der globalen Gesundheit einen höheren Stellenwert einzuräumen.

Einen Schwerpunkt der globalen Zusammenarbeit bildet der Pressemitteilung zufolge künftig der Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen. So soll der Einsatz von Antibiotika in der Tiermedizin auf therapeutische Zwecke begrenzt werden. Die Staats- und Regierungschefs sprechen sich darüber hinaus für eine Verschreibungspflicht von Antibiotika aus. Die Infektionsprävention und -kontrolle soll gestärkt, das Bewusstsein in der Öffentlichkeit geschärft und das Verständnis für das Thema verbessert werden. Ziel ist es, bis Ende 2018 nationale Aktionspläne zu erstellen und deren Umsetzung auf den Weg zu bringen.

Vorangetrieben werden sollen darüber hinaus auch internationale Programme zur Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln, die konsequente Umsetzung von internationalen Gesundheitsvorschriften sowie die weltweite Ausrottung der Kinderlähmung.

“Meilenstein zur Stärkung der globalen Gesundheit”

Hermann Gröhe (CDU) zeigte sich nach dem Treffen hoch zufrieden: “Die Ergebnisse des G20-Gipfels unter deutscher Präsidentschaft sind ein Meilenstein zur Stärkung der globalen Gesundheit”, sagte der Gesundheitsminister und lobte: “Mit dem Bekenntnis zu einer engen Zusammenarbeit im Kampf gegen grenzüberschreitende Gesundheitskrisen und gefährliche Krankheitserreger setzen die G20 ein starkes Zeichen der gemeinsamen Verantwortung für die Gesundheit weltweit.”

 

 

 

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Lorenz Seitz
Praktikant
Jahrgang 1979, geboren in Ulm.