BPiK-Vorsitzender Schliffke: Rekordbeteiligung am Tag der Patientenfürsprecher

Nach dem “Berliner Tag der Patientenfürsprecher 2017” am vergangenen Freitag spricht Detlef Schliffke, Vorsitzender des Bundesverbands für Patientenfürsprecher e. V. (BPiK), von einer Rekordbeteiligung: “Voller habe ich die Veranstaltung noch nie gesehen. Das war richtig gut.” 250 Patientenfürsprecher aus ganz Deutschland waren der Einladung des Patientenbeauftragten der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann, gefolgt. Sie diskutierten mit dem Patientenbeauftragten über aktuelle Themen ihrer täglichen Arbeit und hörten sich Vorträge an.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung Karl-Josef Laumann (l.) und der Vorsitzende des Bundesverbands für Patientenfürsprecher, Detlef Schliffke. Foto: Frauke Sievers/Saluway

BPiK klärt über seine Arbeit auf

Themen waren unter anderem die Umsetzung des patientenorientierten Beschwerde- und Entlassmanagements in Krankenhäusern. Darüber hinaus wurden die Projekte „IPIKA – InterProfessionelles und InterKulturelles Arbeiten in Medizin, Pflege und Sozialdienst“ und „Was hab’ ich?“ vorgestellt. Der Bundesverband für Patientenfürsprecher klärte mit einem eigenen Stand über seine Arbeit auf. “Wir haben viele, viele Gespräche geführt und Mitgliedsanträge erhalten. Das Echo war hervorragend”, freut sich Schliffke.

Der BPiK-Vorsitzende persönlich war von dem Projekt “Was hab ich?” begeistert. Eine Gruppe Medizinstudierender habe es sich zur Aufgabe gemacht, komplizierte Befunde für Patienten in leicht verständliche Sprache zu übersetzen. “Das kommt uns sehr entgegen”, meint Schliffke und begründet: “Eines der wichtigsten Ziele des BPiK ist eine reibungslose Arzt-Patienten-Kommunikation, damit Patienten Diagnosen und Ratschläge der Ärzte auch verstehen.”

 

Bild: Karl-Josef Laumann

“Patientenfürsprecher leisten in unseren Krankenhäusern einen unverzichtbaren Beitrag”, sagt der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Staatssekretär Karl-Josef Laumann.

Laumann unterstützt Patientenfürsprecher in Krankenhäusern

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung lädt seit 2005 einmal im Jahr die Patientenfürsprecher und Beschwerdebeauftragten aller rund 2.000 Krankenhäuser in Deutschland zum „Berliner Tag der Patientenfürsprecher“ ein. Ziel ist es, ihnen ein wichtiges Informations-, Diskussions- und Vernetzungsforum zu bieten. Das ist nach Aussage des Staatssekretärs gelungen: „Die Veranstaltung ist inzwischen zu einer festen Institution geworden, mit der wir die Arbeit der Patientenfürsprecher fördern und unterstützen wollen. Ich finde, das sind wir ihnen auch schuldig”, meint Laumnan und erläutert: Die oftmals ehrenamtlich Tätigen würden in Krankenhäusern einen unverzichtbaren Beitrag für eine Verbesserung der Versorgung leisten. Sie seien für Patienten ein zentraler Ansprechpartner zu vielen Fragen, die den Krankenhausalltag betreffen. “Sie prüfen die Anliegen der Patienten und bringen diese auch gegenüber den Krankenhäusern zur Sprache. Dadurch werden wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Krankenhausstruktur gegeben.”

Ähnliche Beiträge
Umfrage: Wie gut kennen Sie Ihre Patientenrechte? Wie gut fühlen sich Patienten über ihre Rechte aufgeklärt? Diese Frage soll anlässlich des Tags des Patienten am 26. Januar eine kurze Umfrage klären,...
Patientenfürsprache ist wie ein 6er im Lotto Barbara Menzebach ist Patientenfürsprecherin am Klinikum Dortmund, Klinikzentrum Nord. Im Interview spricht sie über ihre Beweggründe, warum sie sich ...
ARMIN: Medikationsmanagement am Start Am 1. Juli geht es los: Dann startet mit dem Medikationsmanagement auch das dritte Modul der Arzneimittelinitiative Sachsen-Thüringen (ARMIN). Wie die...
“Wir sind die Betriebsräte der Krankenhauspatienten” Michael Wardenga, 2. Vorsitzender des Bundesverbandes Patientenfürsprecher in Krankenhäusern e.V. (BPiK), erlitt in seinen jungen Jahren zwei schwere ...
Frauke Sievers on EmailFrauke Sievers on FacebookFrauke Sievers on Twitter
Frauke Sievers
Chefredakteurin
Jahrgang 1983, geboren in Lehrte. Studium der Politikwissenschaften und der Germanistischen Sprachwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Freie Journalistin u. a. für die Leipziger Volkszeitung und die Deutsche Presseagentur. Redakteurin bei der Leipziger Volkszeitung